Sprachentwicklungsstörungen

Störungen der Sprachentwicklung können bei Kindern im Rahmen von körperlichen, kognitiven und emotionalen Beeinträchtigungen auftreten; z. B bei Hörstörungen, bei geistiger Behinderung (z. B. Morbus Down), fühkindlichem Autismus und im Rahmen allgemeiner Entwicklungsverzögerungen unterschiedlichen Grades.

Bei etwa 6-8% der Kinder eines Jahrgangs liegt eine isolierte Störung der Sprache (SES) vor, ohne dass eine primäre Ursache gefunden werden kann. Diese Kinder entwickeln sich in allen anderen Bereichen altersgemäß - bis auf die Sprache.

Meist setzt der Sprechbeginn verspätet ein oder stagniert nach den ersten Wörtern. Die Kinder haben mit zwei Jahren oft die 50 Wörter-Schwelle noch nicht überschritten (Late Talker) und der Wortschatzspurt bleibt aus. Wenn im dritten Lebensjahr keine Aufholtendenz einsetzt, kann mit zweieinhalb, spätestens mit drei Jahren die Diagnose SES gestellt werden.

Meist sind mehrere sprachlichen Ebenen (Wortschatz, Sprachverständnis, Satzbau, Wortbildung, Aussprache) betroffen, es können sich jedoch sehr unterschiedliche Störungsschwerpunkte herausbilden.

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